1 Gedanke zu “Ortskern Brinkum: Vermarktung durch Sparkasse?”

  1. Wieder einmal wurden Bürger der Gemeinde Stuhr Zeugen „gelebter Demokratie“ und „offensiver Informationspolitik“. Anlässlich der Sitzung des AGU wurde der von der Fraktion BESSER vorgestellte Antrag zur Auslobung eines städtebaulichen Wettbewerbs von den Fraktionen der CDU, SPD und Grünen abgebügelt. Es ist auffällig, dass Anträge der kleineren Parteien (BESSER und FDP) sowie sachdienliche Einwendungen und Vorschläge unter anderem von „Brinkum in Fahrt“ grundsätzlich keine Resonanz finden. Es ist fragwürdig, ob man das noch demokratisch nennen kann.
    Die von der Verwaltung vorgegebenen Anforderungen wurden von verschiedenen Planungsbüros erarbeitetet und daraus verschiedene Varianten der Ortskerngestaltung entwickelt. Eine eigene Handschrift ist nicht erkennbar. Einzig das Vorhaben der Verlagerung des ZOB auf das Gelände des Hotels kann als „eigene Idee“ gelten, wird entgegen aller kritischen Stimmen vehement verteidigt und ist nach wie vor Bestandteil der Planungen (welcher inzwischen?).
    Im Rahmen der sogenannten Bürgerbeteiligung wurde dieser Teilplan von den Bürgern und insbesondere von Brinkum in Fahrt abgelehnt. Der Ausschuss bzw. der Rat hat sich darüber hinweggesetzt, letztendlich unterstützt durch das Quasi-Basta des Bürgermeisters, womit die Diskussion beendet werden musste. Jetzt zu behaupten, die Wünsche der Bürger seien bei allen Entscheidungen berücksichtigt worden, ist schon sehr dreist.
    Wie zu erfahren war, hat es wohl neben den öffentlichen Sitzungen auch sieben nicht-öffentliche Sitzungen gegeben, in denen unter anderem die Themen und Vorgaben(?) für das Projekt beschlossen wurden. So wurde jetzt durch eine Unachtsamkeit bekannt, dass die Gemeinde die Vermarktung der Gebäude an die Kreissparkasse vergeben will. Nur, was soll die KSK vermarkten? Die letztlich verbliebenen Varianten aus dem Ausschreibungsverfahren sind bekanntlich nicht der Weisheit letzter Schluss, die den möglichen Investoren vorgegebenen Anforderungen waren zu detailliert (was man aber „alles nicht gewusst hat“) und ein städtebaulicher Wettbewerb ist nicht gewollt. Will man jetzt der Kreissparkasse den schwarzen Peter zuschustern und gleichzeitig Fakten schaffen, um einer Einmischung der künftigen Verwaltungsspitze vorzubeugen?
    Man darf gespannt sein, wie es weiter geht.

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