„Wir haben de facto nichts verschlafen“

Auszug aus dem Artikel:

Der Prozess zur Ortskerngestaltung in Brinkum stockte zuletzt. Eine neue Bürgerbeteiligung musste her. Wie ist der aktuelle Stand?

Der aktuelle Stand ist die Aufarbeitung der Erkenntnisse aus der Bürgerbeteiligung, in der erkenntlich wurde, wie die unterschiedlichen Auffassungen zur Ortskerngestaltung sind. Es gibt grundsätzliche Unterschiede in der Bewertung, was wichtig in einem Ortskern ist. Ich mache das mal an einem Supermarkt fest. Es gibt eine Gruppe, die sagt: Wir haben ausreichend Angebot in Brinkum, da muss nicht in der Mitte etwas Neues hin. Andere sagen, das ist ganz wichtig und unverzichtbar. Wir haben zum Beispiel keinen großen Biomarkt. Warum kommt so ein Markt nicht an die Stelle und sorgt damit auch für Leben an und auf diesem Platz und macht ihn attraktiver für andere Geschäfte und Ansiedlungen? Thema Autoverkehr: Es gibt die Menschen, die sagen, wir brauchen ausreichend Parkplätze, sonst ist alles verstopft. Und dann gibt es andere, die sagen, wir wollen hier nicht eine autofreundliche Innenstadt bauen, wir wollen, dass die Leute auf andere Art und Weise nach Brinkum in die Mitte kommen. Auch dort gibt es eine wirkliche Spreizung der Interessen. Wir wollen das politisch sauber diskutieren. Wir müssen in die zweite Phase mit einem auch in der Politik überzeugten Konzept gehen, das auch Akzeptanz in der Bevölkerung hat. Das wird schon schwierig, weil es in der Bevölkerung unterschiedliche Strömungen gibt. Aber auch in der Politik brauchen wir eine breite Mehrheit. Man muss den Fraktionen und der Verwaltung bei einem zweiten Start – und es wird nur einen zweiten geben, und der wird auch erfolgreich sein – die Chance geben, dann auch mit einem marktfähigen Konzept in den Wettbewerb zu gehen. Unser Beschlussweg ist immer, dass es bei allen Planungen die Chance gibt, sich in Ausschüssen zu Wort zu melden. Dass man das Instrument der Informationsveranstaltungen nochmal nutzt, kann ich mir gut vorstellen. In dem Moment, wo wir es in den politischen Prozess geben, wird es auch einen Zeitplan geben.

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1 Gedanke zu “„Wir haben de facto nichts verschlafen“”

  1. Ob Supermarkt oder Biomarkt ist aus unserer Sicht zweitrangig und wird im Zweifel vom Investor entschieden.
    Vor dem Hintergrund der Konkurrenz durch das Internet oder die Angebote in Brinkum-Nord dürfte es schwer sein, Facheinzelhandel im Ortskern anzusiedeln.
    Deshalb haben wir einen Ankermieter vorgeschlagen der weitere Geschäfte mitbringt, so wie bei Marktkauf in Brinjum-Nord oder auch bei Inkoop. Doch dafür reicht der Platz im „definierten“ Ortskern nicht aus und über eine Erweiterung des Plangebietes darf nicht diskutiert werden.
    Für ebenerdige Parkplätze der geplanten Wohnungen (zwei Stellplätze pro Wohnung) und gewünschten Geschäfte und Dienstleister ist aus Sicht vieler Bürger ebenfalls nicht genügend Platz vorhanden.
    Bei den kürzlich errichteten oder in Bau befindlichen Mehrfamilienhäusern sind überwiegend Tiefgaragen vorhanden. Auch für einzelne Gebäude am künftigen Marktplatz wird es ohne nicht gehen.
    Naheliegend ist dann die Idee, eine gemeinsame Tiefgarage mit zusätzlichen öffentlichen Parkplätzen unter dem Marktplatz zu errichten.

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